Ein Instagram Business Konto ist für jedes Restaurant unverzichtbar, das sein Marketing ernst nimmt. Es schaltet Funktionen frei, die persönliche Konten nicht bieten: Statistiken, Kontakt-Buttons, Werbeanzeigen und die Möglichkeit, Beiträge über externe Tools zu planen. Wer von Anfang an alles richtig einrichtet, spart sich später viel Aufwand.
So geht es, Schritt für Schritt.
Warum ein Business Konto so wichtig ist
Persönliche Instagram-Konten funktionieren für Privatpersonen gut, aber für Restaurants fehlen entscheidende Funktionen. Ein Business Konto gibt dir Zugang zu Insights, die zeigen, wer deine Inhalte sieht, Kontakt-Buttons damit Gäste direkt anrufen oder schreiben können, die Möglichkeit Werbeanzeigen zu schalten sowie die Integration mit Planungstools.
Der Wechsel ist kostenlos und dauert wenige Minuten. Es gibt keinen Grund, ein Restaurant über ein persönliches Konto zu betreiben.
Vorbereitung
Halte ein paar Dinge bereit, bevor du anfängst: Den Restaurantnamen genau so, wie er angezeigt werden soll. Ein Profilbild, entweder dein Logo oder ein ansprechendes Gerichtsfoto. Adresse, Telefonnummer und Website deines Restaurants. Eine kurze Beschreibung deines Konzepts. Eine E-Mail-Adresse, über die Gäste dich kontaktieren können.
Mit diesen Informationen dauert die Einrichtung etwa zehn statt vierzig Minuten.
Schritt 1: Instagram installieren
Falls du Instagram noch nicht installiert hast, fange damit an. Lade die App aus dem App Store (iPhone) oder Google Play (Android) herunter. Die App ist kostenlos.
Wenn du bereits ein persönliches Instagram-Konto hast, kannst du es entweder in ein Business Konto umwandeln oder ein neues für das Restaurant erstellen. Die meisten Restaurants sollten ein eigenes Konto anlegen, damit privater und geschäftlicher Content getrennt bleibt.
Schritt 2: Neues Konto erstellen
Öffne Instagram und tippe auf „Registrieren". Gib eine E-Mail-Adresse ein, auf die du Zugriff hast. Nutze möglichst eine Restaurant-E-Mail statt einer privaten, damit später bei Bedarf mehrere Teammitglieder Zugang haben können.
Erstelle ein sicheres Passwort und speichere es an einem sicheren Ort, z. B. in einem Passwort-Manager. Mehrere Personen könnten im Laufe der Zeit einloggen müssen, und der Verlust des Zugangs zu einem Restaurant-Instagram-Konto ist ein echtes Problem.
Wähle einen Benutzernamen. Dieser sollte dein Restaurantname sein, idealerweise ohne Zahlen oder Unterstriche. Falls der Name bereits vergeben ist, probiere Variationen wie den Städtenamen oder einen Zusatz wie „das" oder „the".
Schritt 3: Profilinformationen ausfüllen
Sobald das Konto erstellt ist, tippe auf „Profil bearbeiten" und fülle alle Felder aus.
Der Name sollte der vollständige Restaurantname sein. Er unterscheidet sich vom Benutzernamen und ist durchsuchbar – verwende daher aussagekräftige Begriffe. Zum Beispiel „La Bottega Italienische Küche" statt nur „La Bottega".
Die Bio sollte klar kommunizieren, was du bist, wo du bist und warum es sich lohnt, dich zu besuchen. Gib deinen Stadtteil an, nicht nur die Stadt. Füge einen deutlichen Call-to-Action ein.
Der Link sollte zu deiner Reservierungsseite, deiner Speisekarte oder deiner Website führen. Dieser Link ist das wertvollste Element auf Instagram – setze ihn klug ein. Ein Reservierungslink konvertiert am besten.
Schritt 4: Zum Business Konto wechseln
Gehe auf dein Profil. Tippe auf das Menü-Symbol oben rechts. Tippe auf „Einstellungen und Datenschutz". Scrolle nach unten zu „Kontotyp und Tools". Tippe auf „Zum professionellen Konto wechseln".
Instagram führt dich durch eine kurze Einrichtung. Wähle „Restaurant" als Kategorie. Wähle als Kontotyp „Unternehmen" aus, nicht „Creator".
Du wirst gefragt, ob du eine Facebook-Seite verknüpfen möchtest. Du kannst diesen Schritt vorerst überspringen und es später nachholen, wenn du Anzeigen schalten möchtest.
Schritt 5: Business-Profil vervollständigen
Nach dem Wechsel stehen dir neue Felder zur Verfügung.
Füge deine Kontaktdaten hinzu: Telefonnummer, E-Mail und Adresse. Diese werden als tippbare Buttons auf deinem Profil angezeigt, über die Gäste dich direkt erreichen können.
Wähle deine Kategorie. „Restaurant" ist die Hauptoption, aber du kannst auch eine spezifischere Kategorie wie „Italienisches Restaurant", „Café" oder „Bistro" hinzufügen.
Trage deine Öffnungszeiten ein, falls diese Option erscheint. Das hilft Gästen, zu wissen, wann sie vorbeikommen können.
Schritt 6: Profilbild hochladen
Dein Profilbild sollte auch in kleiner Größe gut erkennbar sein, da es für die meisten als kleiner Kreis erscheint. Ein Logo funktioniert gut. Auch ein markantes Gericht mit starkem Kontrast eignet sich. Vermeide überfüllte Bilder mit zu vielen Elementen.
Das Foto sollte quadratisch und mindestens dreihundert Pixel auf jeder Seite sein. Eine höhere Auflösung sieht besser aus.
Schritt 7: Eine starke Bio schreiben
Deine Bio hat etwa einhundertfünfzig Zeichen – nutze sie gut. Erkläre, was für ein Restaurant du bist, wo du bist und einen Grund für einen Besuch.
Ein gutes Beispiel wäre: „Hausgemachte Pasta im Prenzlauer Berg. Mittags und abends geöffnet. Jetzt reservieren." Das sagt neuen Besuchern in wenigen Sekunden alles Wichtige.
Setze Emojis sparsam ein, wenn sie zu deiner Marke passen – aber übertreibe es nicht.
Schritt 8: Benachrichtigungen aktivieren und Inbox einrichten
Gehe in die Einstellungen und aktiviere Benachrichtigungen für Kommentare, Nachrichten und neue Follower. Schnelle Reaktionen auf Engagement sind wichtig, und Benachrichtigungen helfen dir dabei.
Richte Schnellantworten für häufige Fragen ein. Gehe zu Einstellungen, dann „Unternehmen" und dann „Schnellantworten". Erstelle Vorlagen für Anfragen wie Reservierungen, Öffnungszeiten und Allergenfragen. Das spart Zeit, wenn Nachrichten eingehen.
Schritt 9: Erste Beiträge planen
Lass dein Profil nicht leer. Lade mindestens neun Beiträge hoch, bevor du das Konto aktiv bewirbst. Ein leeres Profil wirkt unfertig und senkt die Follower-Konversionsrate.
Deine ersten neun Beiträge sollten die Bandbreite deines Restaurants zeigen: einige Signature-Gerichte, ein Blick hinter die Kulissen, ein Teamfoto, eine Aufnahme des Gastraums, eine Nahaufnahme einer Zutat. So bekommen neue Besucher sofort einen Eindruck, was sie erwartet.
Schritt 10: Highlights erstellen
Highlights erscheinen unterhalb deiner Bio und dienen als permanente Visitenkarte. Erstelle einige aus deinen ersten Stories, sobald du anfängst, sie zu posten.
Typische Restaurant-Highlights umfassen Speisekarte, Tagesangebote, Team, Events und Einblicke hinter die Kulissen. Du kannst diese mit der Zeit erweitern. Halte die Titelbild-Cover der Highlights schlicht und konsistent.
Häufige Einrichtungsfehler
Einige Fehler können dich von Anfang an ausbremsen.
Ein persönliches Konto für das Restaurant verwenden. Du verlierst den Zugang zu Statistiken und Business-Funktionen.
Einen Benutzernamen wählen, der schwer zu merken oder zu buchstabieren ist. Gäste müssen dich leicht finden können.
Eine allgemeine oder leere Bio schreiben. Das senkt die Follower-Konversionsrate erheblich.
Keine Kontaktmöglichkeit angeben. Gäste können dich nicht leicht erreichen.
Bilder in schlechter Qualität hochladen. Dein Profil wirkt unprofessionell.
Behebe diese Probleme, bevor du aktiv mit dem Posten beginnst.
Was nach der Einrichtung zu tun ist
Sobald dein Konto fertig ist, fange an, regelmäßig zu posten. Drei bis fünf Mal pro Woche ist ein guter Einstiegsrhythmus. Veröffentliche eine Mischung aus Feed-Inhalten und täglichen Stories. Interagiere mit anderen lokalen Konten und antworte auf jeden Kommentar und jede Nachricht.
Die Einrichtung ist der einfache Teil. Regelmäßiges Posten ist das, was das Konto tatsächlich wachsen lässt – also baue dir diese Gewohnheit von Anfang an auf.
Tools, die von Anfang an helfen
Instagram manuell zu betreiben, kostet erheblich Zeit. Denke von Beginn an darüber nach, ein Content-Tool zu nutzen, das speziell für Restaurants entwickelt wurde. Diese übernehmen das Schreiben von Bildunterschriften, die Hashtag-Recherche und die Planung von Beiträgen, sodass du dich auf Fotografie und echtes Engagement konzentrieren kannst.
Wer von Anfang an Tools einsetzt, entwickelt nachhaltige Gewohnheiten, statt nach wenigen Wochen manuellen Postens auszubrennen.
Die Langzeitperspektive
Das Konto zu erstellen ist nur der erste Schritt. Die eigentliche Arbeit besteht darin, über Monate und Jahre hinweg konsequent präsent zu sein. Restaurants, die ihren Instagram-Auftritt von Anfang an als ernsthaften Marketing-Kanal behandeln, bauen echte Zielgruppen auf. Wer das Konto einrichtet und dann liegen lässt, verschwendet die Mühe.
Verpflichte dich zu einem realistischen Posting-Rhythmus, den du aufrechterhalten kannst. Konzentriere dich auf lokale Reichweite. Engagiere dich in deiner Community. Nutze Tools, um konsistent zu bleiben. Dann wird dein Instagram Business Konto zu einem der wertvollsten Marketing-Assets, das dein Restaurant hat.