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So fotografierst du Essen für Instagram richtig

Redaktion HeroContent

Für gute Restaurant-Fotos braucht es keine professionelle Kamera. Der beste Food-Content auf Instagram wird gerade größtenteils mit Smartphones aufgenommen. Was zählt, sind ein paar Grundprinzipien – konsequent angewendet.

Hier ist, was ein Food-Foto wirklich gut macht, mit praktischen Tipps, die sich noch heute umsetzen lassen.

Licht ist alles

Wenn man nur eine Sache über Food-Fotografie lernt, dann diese: Licht macht achtzig Prozent des Ergebnisses aus. Ein tolles Gericht bei schlechtem Licht sieht schlecht aus. Ein einfaches Gericht bei gutem Licht sieht fantastisch aus.

Natürliches Licht ist fast immer die beste Wahl. Das Fenster mit dem meisten Tageslicht im Restaurant suchen und als festen Aufnahmeort nutzen. Später Vormittag und früher Nachmittag haben meist die beste Lichtqualität – aber jedes Tageslicht ist besser als Kunstlicht.

Nicht unter dem gelb-warmen Licht fotografieren, das die meisten Restaurants im Gastraum verwenden. Es wirft eine unvorteilhafte Farbe auf das Essen und lässt alles stumpf wirken. Wenn Innenaufnahmen mit Kunstlicht nötig sind, eine einfache weiße LED-Leuchte verwenden oder den Tageslicht-Modus des Handy-Blitzes aktivieren.

Direktes Sonnenlicht ist zu hart. Helles, aber indirektes Licht suchen – oft nah am Fenster, aber nicht im direkten Sonnenstrahl.

Die Perspektiven, die für Essen funktionieren

Verschiedene Gerichte brauchen verschiedene Perspektiven. Zu wissen, welche wann passt, verbessert Fotos sofort.

Die Vogelperspektive, direkt von oben fotografiert, funktioniert für Gerichte mit vielen visuellen Komponenten. Pizzas, Bowls, kleine Teller als Gruppe. Die Draufsicht zeigt alles auf einmal.

Der 45-Grad-Winkel – der klassische Food-Foto-Winkel – funktioniert für die meisten Teller. Burger, Pasta, Hauptgerichte mit Sauce. Er zeigt das Gericht so, wie man es sieht, kurz bevor man es isst.

Die Frontalperspektive, gerade von vorne, funktioniert am besten für hohe Gerichte. Burger mit Höhe, Schichttorten, Drinks mit Garnitur. Dieser Winkel macht die Dramatik sichtbar.

Im Zweifel alle drei ausprobieren und das beste Foto wählen. Mit dem Handy kostet das nichts.

Näher ran, als man denkt

Der häufigste Fehler in der Food-Fotografie ist zu viel Abstand. Das Gericht landet winzig im Bild, umgeben von ablenkenden Hintergründen.

Das Bild mit dem Essen füllen. Nah genug herangehen, damit Details sichtbar sind, Texturen zur Geltung kommen und das Gericht das Foto dominiert. Wenn das Handy einen Porträt-Modus oder eine breitere Blendeneinstellung hat, damit den Hintergrund natürlich weichzeichnen.

Styling macht mehr aus, als man denkt

Ein schön angerichtetes Gericht fotografiert sich gut. Ein unordentliches nicht – egal wie gut das Licht ist. Vor dem Foto zehn Sekunden nehmen, um den Teller zu prüfen.

Saucenspritzer am Rand abwischen. Garnituren absichtsvoll platzieren. Den schönsten Teil des Gerichts Richtung Kamera drehen. Diese kleinen Anpassungen machen einen großen Unterschied.

Auch Props helfen. Ein Glas Wein neben dem Teller, eine gefaltete Serviette, ein Stück Brot auf einem kleinen Teller. Kleine Details geben Kontext und lassen das Foto wie ein echtes Restaurant-Erlebnis wirken.

Die Kameraeinstellungen, die niemand erklärt

Die meisten Smartphones bieten Optionen, die Food-Fotos deutlich verbessern – wenn man sie aktiviert.

Die Gitterlinien einschalten. Das hilft beim Ausrichten nach der Drittel-Regel, die Fotos fast immer ausgewogener wirken lässt.

Auf den wichtigsten Teil des Gerichts tippen, um den Fokus zu setzen. Das Handy stellt dann auch die Belichtung für diese Stelle ein.

Die Belichtung leicht nach unten korrigieren, wenn das Foto überstrahlt wirkt – und leicht nach oben, wenn es zu dunkel ist.

Den HDR-Modus für Szenen mit hellen und dunklen Bereichen verwenden, zum Beispiel bei einem Gericht nah am Fenster.

Das ist alles. Meistens liefern diese vier Einstellungen ein besseres Foto als jede aufwendige App.

Bearbeitung ohne Übertreibung

Wenn man ein ordentliches Foto hat, kann leichte Bearbeitung aus Gut Großartig machen. Das Schlüsselwort ist leicht. Überbearbeitete Food-Fotos wirken unecht – und hungrige Betrachter merken das.

Hilfreiche Grundanpassungen: Helligkeit und Kontrast leicht erhöhen. Das Bild etwas wärmer machen, wenn es kalt wirkt. Sättigung nur minimal erhöhen, nicht stark. Ausrichten und zuschneiden wenn nötig.

Starke Filter, extreme Sättigung und seltsame Farbtöne vermeiden. Essen soll wie Essen aussehen – nur ansprechender.

Kostenlose Apps wie Lightroom Mobile, Snapseed oder sogar der integrierte Instagram-Editor reichen für Restaurant-Fotos vollkommen aus.

Content-Typen, die sich lohnen zu fotografieren

Nicht jedes Restaurant-Foto muss ein Hochglanz-Gericht-Shot sein. Abwechslung hält den Feed interessant.

Prozessaufnahmen vom Kochen – wie Teig gezogen oder Sauce gegossen wird. Nahaufnahmen von Texturen – Krusten, Käse oder Zutaten. Anrichte-Momente mit Händen im Bild. Gerichte, die durch das Restaurant getragen werden. Dampf, der von einem heißen Teller aufsteigt. Leere Teller als Zeichen einer gelungenen Mahlzeit.

All das fühlt sich echter an als traditionelle Food-Fotografie – und performt auf Instagram oft besser.

Der Beleuchtungs-Trick für Restaurant-Innenräume

Wer ein Restaurant mit gedämpftem Abendlicht hat, weiß: Nachts fotografieren ist schwierig. Die Lösung: Hero-Fotos tagsüber aufnehmen, vor dem Betrieb. Die gewünschten Gerichte an den hellsten Platz bringen, schnell stylen und aufnehmen.

Diese Fotos können dann wochenlang verwendet werden – zu jeder Uhrzeit gepostet. Die meisten Restaurants wissen nicht, dass man Fotografie so stapeln kann, und spart damit enorm viel Zeit.

Die Gewohnheit dahinter

Gute Food-Fotografie ist eine Gewohnheit, kein Talent. Die ersten hundert Fotos werden gemischt sein. Nach einigen hundert Aufnahmen weiß man instinktiv, was funktioniert. Ständig fotografieren, sich anschauen was auf dem Feed gut läuft, und aus den eigenen Ergebnissen lernen.

Nach ein paar Monaten hat das Restaurant eine Foto-Bibliothek, die professionell wirkt – ohne je einen Fotografen engagiert zu haben.

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